Vorstand DL8LE zurückgetreten

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Vorstand DL8LE zurückgetreten

Beitrag  DK4BA am 24.11.10 11:31

Dem Vorstandsblog des DARC kann man entnehmen, dass Dr. Jürgen Sturhahn (DL8LE) während der DARC Mitgliederversammlung in Nürnberg (20. - 21.11.2010) seinen Rücktritt zum 31.12.2010 bekannt gegeben hat. Seine Gründe legt Jürgen ausführlich im seinem Blog-Eintrag dar. Lesen kann man das hier.

Ich persönlich finde die Gründe, welchen DL8LE anführt, als sehr bedenklich und habe ein wenig Angst um die Zukunft des DARC. Aber macht Euch doch selber mal ein Bild davon.


73 Jürgen DK4BA

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RIG:
Icom IC-910H [2/70/23 FM/SSB/CW]
Kenwood TK780 [im Auto - 2 Meter]
Alinco DJ-C1 [2 Meter]
Baofeng UV-3R [2/70 FM]
ICOM IC-80D [D-Star - Dual-Bander]
Yaesu FT-817 [2/70/6/KW]
ICOM IC-706MK2G [2/70/6/KW]

Falls jemand Interesse an einem der Geräte hat - ich bin für Gespräche immer bereit
Hier kann man mich erreichen:
FM 145.212,5 MHz
FM 438.725 MHz [DB0BNV]
FM 438.825 MHz [DB0OZ]
FM 438.150 MHz [DB0VER]
FM 1298.575 MHz [DB0TG]
Echolink 432.825 MHz [DO0EHB]
DStar 439.487,5 MHz [DB0HFT]
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Re: Vorstand DL8LE zurückgetreten

Beitrag  Gast am 02.12.10 1:42

Moin zusammen,

wenn es so ist wie er schreibt, wovon man ausgehen kann, dann habe ich vollstes Verständnis für seine Reaktion.
Ich würde mir sowas auch nicht mehr antun wollen, dafür ist das Leben zu kurz und zu kostbar.
Wirklich schade, dass es offensichtlich keinen Weg gibt, diese anachronistischen
und inkompetenten Strukturen dieser Gemeinschaft aufzubrechen...
Politik in der Puppenstube eben...Sad

Hier das Zitat aus seinem DARC-Blog für Nicht-Mitglieder oder die, die es werden wollten:

Zitat:
Nach einem Jahr intensiver Arbeit als Vorstand im DARC trete ich zum 31. Dezember 2010 von diesem Amt zurück.

Wenn im Verlauf einer Mitgliederversammlung ein Vorstand den Entschluss fasst, nicht bis zur nächsten turnusmäßigen Vorstandswahl im Herbst 2011 zu warten sondern bereits vorher zurückzutreten, dann ist das zumindest erklärungsbedürftig. Ich nutze daher diesen Blog, um nicht nur den Teilnehmern an der MV sondern allen Mitgliedern zu erläutern, warum ich mich am 20. November in Nürnberg so entschieden habe.

Die Diskussion über die Anträge an die Mitgliederversammlung in der Vorbesprechung der Arbeitsgruppen, aber auch in der Mitgliederversammlung selbst, insbesondere aber die Diskussionen in der internen Sitzung des Amateurrats, haben mich sehr nachdenklich gemacht. Über Inhalte der internen Sitzung wurden die nicht teilnahmeberechtigten Vorstandsmitglieder von verschiedenen Teilnehmern informiert. Es zeigte sich sehr deutlich, dass einige Distriktsvorsitzende weniger die von der Satzung ursprünglich angedachte Kooperation des Amateurrates mit dem Vorstand im Interesse des Gesamtverbandes als primäre Aufgabe sehen, sondern vielmehr einen Gegenpol zum Vorstand darstellen wollen. Einige Personen sprechen in diesem Zusammenhang von „Macht abgeben“ und versuchen ein Feindbild aufzubauen, um Veränderungen in der Clubstruktur möglichst zu verhindern und schrecken dabei auch vor persönlicher Diffamierung nicht zurück. Das ist in meinen Augen sehr problematisch und auch nicht dadurch zu entschuldigen, dass auch dieser Personenkreis sicherlich nicht das Ziel hat, dem Club zu schaden.

Wenn jedoch vom Amateurrat auf seiner internen Sitzung dann beschlossen wird eine Strategiediskussion zu führen, so ist das zunächst einmal sehr positiv zu sehen. Dass diese Diskussion aber ohne den Vorstand geführt werden soll, erinnert mich sehr an die Situation eines Fußballteams, in dem Trainer und Manager völlig unterschiedliche Auffassungen vertreten. Solch ein Team kann nicht an der Spitze spielen, wird in der Regel verlieren oder sogar absteigen. Ich persönlich halte es für falsch, dass verschiedene AR-Mitglieder nicht mit, sondern gegen den Vorstand arbeiten. Das ist für den Club sehr schädlich.

Ich muss feststellen, dass ich mein selbst gestecktes Ziel, den DARC dahingehend zu verändern, dass er langfristig zukunftsfähig bleibt, bisher nicht erreicht habe und unter den aktuellen Rahmenbedingungen auch nicht erreichen kann. Diesen Misserfolg einzugestehen, ist sicherlich bitter. Viele Veränderungen, die wir in unserem sehr gut zusammen arbeitenden Vorstandsteam in die Wege geleitet haben, werden auch weiterhin von Bestand sein. Sie sind aber zu wenig, um eine Struktur für den DARC zu erreichen, die an die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft und der politischen und technischen Rahmenbedingungen innerhalb der letzten 60 Jahre seit der Gründung des Verbands angepasst ist. Für die konservativen Mitglieder im Amateurrat ist die heutige Struktur heilig, man will bewusst keine Veränderung und torpediert auch kleine Entwicklungen hin zu einer allmählichen Öffnung oder Modernisierung der Strukturen. Man muss aber auch erkennen, dass genau diese Personen mit sehr großen Mehrheiten in ihren Distrikten gewählt wurden, d.h., dass scheinbar auch viele Mitglieder offenbar keine Veränderungen wollen, oder sind sie nur nicht ausreichend informiert? Hinzu kommt, dass sich zwei AR-Mitglieder mit ihrer Enthaltung nicht in der Lage sahen, der Entlastung des Vorstandes zuzustimmen, d.h. einen rechtlich gravierenden Akt vornahmen.

Unter all diesen Bedingungen musste ich mich zwangsläufig fragen, ob es richtig ist, die übernommene Aufgabe fortzusetzen. Betrachte ich dabei meine ganz persönliche berufliche Belastung, die in den letzten Monaten sehr deutlich zugenommen hat und die dazu führt, dass Freizeit inzwischen ein sehr kostbares Gut ist, entsteht auch die Frage, ob es richtig ist, diese wertvolle freie Zeit in letzten Endes nutzlosen Versuchen zu vertun, den DARC zu verändern oder doch besser für die persönliche Regeneration und die bisher arg vernachlässigte Familie zu nutzen.

Meine Entscheidung ist seit der MV bekannt. Ich werde zum 31.12.2010 von meinem Amt als Vorstand zurücktreten. Bis dahin werde ich meine Aufgaben an die verbliebenen Vorstandsmitglieder übertragen. Den Vertrag mit Global QSL, der unseren Mitgliedern ab Anfang 2011 einen Vorteil von ca. 20% bei der Bestellung von QSL-Karten bei Global QSL bringen wird, werde ich noch abschließen. Inwieweit ich die Novelle zur Amateurfunkverordnung noch begleite, muss noch besprochen werden. Ich möchte an dieser Stelle aber meinen Co-Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit in unserem Team danken, dem AR-Sprecher für die Versuche, die von der Satzung geforderte Kooperation zwischen AR und Vorstand umzusetzen. Ferner vielen Amateurräten für konstruktive Kritik und Zusammenarbeit, wobei das ebenfalls für viele Mitglieder gilt, die mich in vielen Mails und auch Telefonaten bei meiner Arbeit als Vorstand unterstützt haben. Und last, but not least, auch den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle, die immer auf meine berufliche Belastung Rücksicht nahmen.

Wenn mein Rücktritt nicht nur als Folge eines Scheiterns sondern als Signal verstanden würde, dass es inzwischen 12 Uhr 01 ist und nicht mehr 5 vor 12, dass sich auch der eine oder andere Amateurrat darauf besinnt, was er letzten Endes im Interesse des DARC tun soll, und dass endlich die Bereitschaft für Änderungen vorhanden ist, hätte ich ein damit verbundenes wichtiges Ziel erreicht.

73
Jürgen, DL8LE

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Zustimmung zu DL8LE

Beitrag  dg7bbu am 02.12.10 13:31

Ich stimme Ihm vollkommen zu,

Als OVV I04 habe ich das Amt aus ähnlichen Gründen nicht weitergemacht.

Es stand jemand aus dem Publikum auf und meinte, er wolle wohl seine Ruhe und keinen hektischen OV.... Bitte , das können se haben ich werde mich, oder geselle mich zu den Funkamateuren die entsprechende Aktivität zeigen.
Siehe "Berg in Achim" oder hier "Forum" oder "Frequenz 145.212.5 MHz" oder beim Relaisbau.
Auch wenn ich selber schon lange nicht mehr soviel Zeit wie früher habe.
Grundsätzlich brauche ich den DARC nicht, ausser QSL Karten sehe ich keinen Vorteil mehr und bezahle meine 72 Euro aus Routine.

Letztens konnte ich einen OV Abend in der Nähe von Braunschweig beiwohnen. Ich glaube mit unseren OV Abenden werden wir nicht mehr gewinnen. Mein Sohn wird freiwillig keiner solchen Veranstaltung mehr beiwohnen.

Ich überlege ernsthaft ob es nicht besser das letzte Jahr für den DARC ist. Ohne Volk ist der König auch kein König mehr....

Gruss Uwe, DG7BBU

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Re: Vorstand DL8LE zurückgetreten

Beitrag  DK7JAN am 02.12.10 15:13

In jedem Fall braucht der Amateurfunk eine Interessenvertretung vor dem Staat. Ob der DARC das zufriedenstellend leistet steht auf einem anderen Blatt. Ohne geht es aber nicht, jedenfalls nicht auf Dauer.
Welchen Namen das Kind hinterher trägt ist ja eigentlich wurscht. Ob das nun DARC, VFDB, IG Amateurfunk Deutschland oder was auch immer ist...

Ich bin auch der Meinung, dass man den Einstieg in den Amateurfunk eher aufziehen sollte wie in der Feuerwehr oder den Pfadfindern, spielerisch und sportlich. Der Rest kommt, wenn der Nachwuchs will, hinterher von allein. Die Technik und das Funken sollte dabei zunächst eine Randerscheinung sein und nicht der Mittelpunkt.
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nicht verkehrt

Beitrag  dg7bbu am 02.12.10 16:06

Grundsätzlich nicht verkehrt.

Aber das sind schon die ausgeführten Aufgaben, dieses sollten Sie tun, und tun es nicht.

Der Kopf der Schlange muss ab. und hier hat , als der OM DK8LE dieses erkannte das einzig richtige getan. Wenn die alten Zossen nicht mehr wollen, sollen Sie Ihren Vorstand abhalten und sich gegenseitig Heilig reden. Beim jetzigen nachdenken war es falsch den Beitrag schon zu überweisen als die Rechnung kam.

Hätte ich die Zeit würde ich einen eigene Gruppe OV Gründen die Sich meinetwegen und als Beispiel nur um QSL Karten verteilung kümmert.
Der DARC ist schon lange keine Vertretung gegenüber der Genehmigungsbehörden und des Bundes oder der Industrie.

Was tut den DARC für Dich ???? auser das Jahresabo CQDL und die QSL Karten ????? echte Beispiele bitte von diesem Jahr ????

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Re: Vorstand DL8LE zurückgetreten

Beitrag  DK7JAN am 03.12.10 4:19

dg7bbu schrieb:Was tut den DARC für Dich ???? auser das Jahresabo CQDL und die QSL Karten ????? echte Beispiele bitte von diesem Jahr ????

Da kann ich Dir spontan keine nennen. Ich hatte aber auch bei meinem vorherigen Post nichts im Sinn. Ich bin schon nicht mehr wirklich zufrieden seitdem entgegen der Mehrheit für den Wegfall der CW-Prüfung gestimmt wurde. War es nicht so? Oder habe ich das falsch in Erinnerung? Jedenfalls ärgert es mich heute noch.
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DARC

Beitrag  dg7bbu am 03.12.10 10:32

tja ein Verein für Mitglieder ist das nicht mehr......

Wie gesagt, Das ist nen schlechtes ABO für ne Funkzeitschrift mit QSL Verteilung.

Gruss Uwe, DG7BBU

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Wegfall der CW-Prüfung

Beitrag  DK7LST am 03.12.10 20:14

DK7JAN schrieb:Ich bin schon nicht mehr wirklich zufrieden seitdem entgegen der Mehrheit für den Wegfall der CW-Prüfung gestimmt wurde.
Wenn sie die Morseprüfung abgeschafft haben, würde ich ihnen das aber eher positiv anrechnen. Wenn das gegen die Mehrheit war, ist das natürlich doof. Allerdings muss man vielleicht auch mal längerfristig denken... was nützt es, wenn jeder Funker morsen kann, aber es keine Funker mehr gibt weil der Nachwuchs fehlt?
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Re: Vorstand DL8LE zurückgetreten

Beitrag  DK7JAN am 04.12.10 13:32

DO1LST schrieb:
DK7JAN schrieb:Ich bin schon nicht mehr wirklich zufrieden seitdem entgegen der Mehrheit für den Wegfall der CW-Prüfung gestimmt wurde.
Wenn sie die Morseprüfung abgeschafft haben, würde ich ihnen das aber eher positiv anrechnen. Wenn das gegen die Mehrheit war, ist das natürlich doof. Allerdings muss man vielleicht auch mal längerfristig denken... was nützt es, wenn jeder Funker morsen kann, aber es keine Funker mehr gibt weil der Nachwuchs fehlt?

Das war m.E. nie ein Problem. CW brauchtest du nur für die Kurzwelle. UKW durfte man auch ohne. Die Prüfgeschwindigkeit war schon nahe einem Tempo bei dem man zur Not Punkte und Striche hätte mitschreiben können. Dafür musste man weder musikalisch sein noch ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl haben.


Soweit ich weiß fing das aber nicht in Deutschland an mit dem Wegfall. Vermutlich steckte da einfach internationaler Druck dahinter.

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CW-Prüfung

Beitrag  DK7LST am 04.12.10 14:09

DK7JAN schrieb:
Das war m.E. nie ein Problem. CW brauchtest du nur für die Kurzwelle. UKW durfte man auch ohne. Die Prüfgeschwindigkeit war schon nahe einem Tempo bei dem man zur Not Punkte und Striche hätte mitschreiben können. Dafür musste man weder musikalisch sein noch ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl haben.
Ich finde CW durchaus faszinierend, und wenn ich irgendwann mal die Zeit und Lust habe, werde ich mich damit auch mal befassen.

Aber als verpflichtende Prüfung halte ich CW für einen Anachronismus. Was Bandbreite und Reichweite angeht, gibt es inzwischen digitale Betriebsarten, die deutlich leistungsfähiger sind. Für Relais-Kennungen wird CW auch nicht mehr zwingend benötigt seit man Sprachmodule schon hinterher geschmissen bekommt. Dass man diese Kennungen auch sehr schön gestalten kann, sieht man an DB0OZ, das höre ich immer wieder gerne.

Damit man CW sinnvoll benutzen kann, muss man schon ziemlich gut sein und so schnell geben und aufnehmen können, dass sich eine flüssige Kommunikation ergibt. Unterhalb dieser Geschwindigkeit, oder wenn man nur standardisierte Dialoge morst, finde ich CW ziemlich mühselig.

Da sollte jedem Amateur selbst überlassen bleiben, ob er sich den Lernaufwand antut oder lieber eine PC-Lösung verwendet. Man sollte sich an den Amateurfunk langsam herantasten können und mit dem ersten Orts-QSO nicht warten müssen, bis man auch die ausgefallendste Spezialbetriebsart perfekt in der Theorie beherrscht.

Das ist jedenfalls meine Meinung dazu.
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Re: Vorstand DL8LE zurückgetreten

Beitrag  DK7JAN am 04.12.10 14:31

PSK und Co sind toll, keine Frage, mache ich auch.

CW ist aber nach wie vor das Optimum in Sachen Bandbreite vs. Dekodieraufwand. Es ist nichts nötig außer der primitivsten Form eines Sendeempfängers und dein eigener Kopf.

Ich weiß, als Informatiker neigt man schnell dazu solche Fakten zu übersehen und seinen eigenen Kopf zu vergessen sowie den Großrechner als von Gott gegeben hinzunehmen.

Aber gut, die Sache mit der Pflicht ist nun eh seit Jahren vom Tisch, daran wird sich auch nichts ändern. Man muss also an dem von Dir gerade genannten Bild ansetzen und es ändern. Mit Anachronismus hat CW natürlich nichts zu tun (hast du aber ja auch nicht gesagt Smile ). Die verpflichtende Prüfung als Anachronismus ansehen, gut... Die Meinung kann man so im Raum stehen lassen, vonwegen freie Entscheidung etc.

Es sollte nur jedem klar sein, dass CW nichts veraltetes ist. Sondern, um mal ein (vermutlich etwas hinkendes) Beispiel aus aktueller Zeit zu nennen, soetwas wie SMTP fürs Internet: Simpel, alt, aber nicht veraltet, jeder versteht es (oder sollte) und es funktioniert.


73,
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Re: Vorstand DL8LE zurückgetreten

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